Junge ausländische Menschen auf der Flucht nach Deutschland

Seit 1989 ist der KSD für unbegleitete minderjährige Flüchtlinge beraterisch und unterstützend tätig. In den zurückliegenden beiden Jahren hat der Umfang erheblich zugenommen.

In der ersten Klärungsphase werden die Kinder und Jugendlichen vorrangig in Inobhutnahmestellen oder in stationären Einrichtungen der Jugendhilfe untergebracht und sie werden medizinisch untersucht. Wichtig ist dann zu klären und zu entscheiden,

  • ob für die Zeit des Ruhens der elterlichen Sorge eine Vormundschaft einzurichten ist,
  • wie die Perspektiven der jungen Menschen sind
  • und welchen Hilfebedarf sie haben.

Dazu werden die notwendigen juristischen und verwaltungstechnischen Verfahren von uns auf den Weg gebracht.

Der KSD stellt zur Führung der Vormundschaft fachlich qualifizierte Fachkräfte zur Verfügung. Sie vertreten den jungen Menschen in allen Rechtsangelegenheiten, beraten und unterstützen ihn bei der Entwicklung seiner Perspektiven.

Ein Schwerpunkt unserer Arbeit ist die Inpflegegabe von jungen Flüchtlingen in Pflegeverhältnisse (siehe auch ‚Pflegefamilien und Co‘), die durch den KSD begleitet werden. Die aufnehmenden Pflegeeltern werden durch uns auf ihre Aufgaben vorbereitet. Regelmäßig finden Gespräche mit der Pflegefamilie, dem jungen Menschen und dem KSD statt.

Andere junge Flüchtlinge werden um ihre Existenz zu sichern, um Obdachlosigkeit und eine Unterbringung in den größeren Liegenschaften zu vermeiden, bei Verwandten untergebracht. Manche der Verwandten sind vor ihnen, mache mit Ihnen geflüchtet. Sie selbst brauchen daher ebenfalls Beratung und Unterstützung, um sich in Deutschland zurecht zu finden und um die jungen Menschen angemessen zu versorgen und zu betreuen.

Sowohl die Pflegeverhältnisse als auch die Unterbringungen in einer Wohngruppe werden über ein Hilfeplanverfahren gem.§§ 27, 34, 36 SGB VIII (Kinder- und Jugendhilferecht) gesteuert und kontrolliert. Mit diesem Verfahren soll die Qualität der installierten Hilfe sichergestellt werden.

Wenn es möglich ist und sinnvoll erscheint, prüft der KSD, ob ein ehrenamtlicher Vormund die Vormundschaft für den betroffenen jungen Menschen übernehmen kann. Dazu suchen wir kompetente und engagierte Menschen, die sich dieser Aufgben widmen wollen und damit eine sehr wertvolle, individuelle Hilfestellung leisten. Da die Vormundschaft mit der Volljährigkeit endet, handelt es ich hierbei auf den Fall bezogen um ein befristetes Engagement.

Im Arbeitsfeld arbeiten wir intensiv mit den zuständigen Amtsgerichten und Jugendämtern zusammen. Unsere MitarbeiterInnen werden über regelmäßige Fortbildung, kollegiale Beratung und Supervision für die besondere Aufgabe geschult.

Zu unserer Beratungstätigkeit gehört es auch, dass wir zu Ausländer-, Asyl- und Jugendhilferecht beraten. Darüberhinaus unterstützen wir die Ratsuchenden bei der Sicherstellung von ihnen zustehenden Sozialleistungen, wie z. B. Kindergeld und Leistungen der Sozialhilfe. Ebenso spielt das Thema ‚Familienzusammenführung‘ eine bedeutsame Rolle.

Bei weiteren Fragen wenden Sie sich an:

Dr. Johannes Hüning
Fachdienstleiter, Vormund
02381 / 99506-21
huening@ksd-sozial.de

Lea Felling
Sozialarbeiterin BA, Vormünderin
02381 / 99506-27
felling@ksd-sozial.de

Janina Büchel
Sozialarbeiterin BA, Vormünderin
02381 / 99506-26
buechel@ksd-sozial.de

Juliane Scheffer
Diplom-Sozialarbeiterin
Betreuung von Verwandtschaftspflegeverhältnissen für unbeg. mj. Flüchtlinge
02381 / 99506-24
scheffer@ksd-sozial.de

Lena Müller
Sozialarbeiterin BA
Beratung & Begleitung von unbegleiteten minderjährigen Flüchtlingen
02381 / 99506-22
mueller@ksd-sozial.de

Elisha Mwakyoma
Sozialarbeiter BA,
Beratung & Begleitung von unbegleiteten minderjährigen Flüchtlingen
02381 / 99506-23
mwakyoma@ksd-sozial.de